Tinnitus

Geräusche entstehen normalerweise durch physikalische Schwingungen. Die Ursache des subjektiven Tinnitus, einer bewussten Hör-Wahrnehmung, ist jedoch eine veränderte Nervenzellaktivität im Gehirn, die nicht durch ein physikalisches Schallereignis ausgelöst wird. Letztendlich ist nicht geklärt, worauf diese Veränderung der Nervenzellaktivität beruht, sie ist jedoch als indirekte Auswirkung eines Hörschadens anzusehen. 

Tinnitus wird nur vom Betroffenen selbst wahrgenommen. Daher kann die Tinnituslautstärke nur indirekt ermittelt werden. Eine teilweise von der Tinnituslautstärke unabhängige Größe ist zudem die mit dem Tinnitus einhergehende Belastung, welche zu einer entscheidenden Einschränkung der Lebensqualität führen kann.

Ziele der Arbeitsgruppe „Phoniatrie und Pädaudiologie“ sind eine Unterteilung der heterogenen Gruppe der Tinnituspatienten in therapierelevante Untergruppen, die funktionelle Analyse der im Gehirn mit Tinnitus assoziierten Veränderungen und die Entwicklung von Tinnitustherapien.

Arbeitsgruppe