Trotz seiner faszinierenden Eigenschaften führt der chemosensorische Sinn des Menschen (Riechen / Schmecken) in weiten Bereichen noch ein Schattendasein im Vergleich zu den übrigen Sinnen des Menschen – nicht nur in im klinischen, sondern auch im wissenschaftlichen Alltag. Die Vergabe des Nobelpreises für Medizin im Jahre 2004 jedoch hat den Riechsinn wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt im Bereich der Olfaktologie und Gustologie an der Universitäts-HNO-Klinik Mannheim liegt aktuell vornehmlich im Bereich des olfaktorischen Systems. Neben den klassischen subjektiven Testbatterien steht uns, als eines der wenigen Zentren weltweit, seit mehreren Jahren auch ein objektives Olfaktometer zur Verfügung, welches uns auch umfangreiche Untersuchungen zu den chemosensorisch-evozierten Potentialen erlaubt.

Neben klinischen Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten mittels psychophysischer Testverfahren werden seit mehreren Jahren auch grundlegende Arbeiten zu olfaktorisch-evozierten Potentialen durchgeführt, zuletzt auch zum Einfluss der Vigilanz auf die Latenzen und Amplituden der evozierten Potentiale und zu Fragen der zentralen Verarbeitung chemosensorischer Reize während des Schlafs.

Die Arbeiten zur chemosensorischen Reizverarbeitung im Schlaf werden seit dem Jahre 2009 auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert (Projektnummer STU 488/2-1).

Arbeitsgruppe

  • PD Dr. med. U. Sommer
  • Dr. med. R. Birk

Kooperationspartner