Die Schleimhaut der Nase stellt als Grenzfläche zur Umwelt eine erste Stufe in der Abwehr von in den Körper eindringenden Krankheitserregern und Fremdkörpern dar. Neben der immunologischen Abwehr hat der Körper mit der mukoziliären Clearance einen Selbstreinigungsmechanismus zur Verfügung, der diese eingedrungenen Strukturen auf mechanischem Wege am weiteren Eindringen hindert.

Die mukoziliäre Reinigung hängt dabei von verschiendesten Faktoren ab. Zum einen sind die Anzahl der Zilien, ihre Struktur, Aktivität und koordinierte Bewegung von Bedeutung. 

Zum anderen ist eine optimale Temperatur von 37 °C sowie eine absolute Feuchtigkeit von 44 mg/l entsprechend einer relativen Feuchtigkeit von 100 % Vorraussetzung für einen maximal effektiven Transport. Auch Umweltgifte, Nikotin oder Medikamente können den Zilienschlag beeinflussen. Ineffektiver mukoziliärer Transport begünstigt dabei die bakterielle Keimbesiedlung, Infektionen der Lunge und eine Schädigung des Lungengewebes können die Folge sein.

Neben Studien zum Nebenwirkungsprofil von neuen und bereits auf dem Markt befindlichen Medikamenten (welche sowohl in vitro als auch in vivo durchgeführt werden), widmet sich unsere Arbeitsgruppe insbesondere der Zusammenhänge zwischen Beatmungs- und Befeuchtungstherapieen und deren Auswirkung auf die Funktion der Nasenschleimhaut.
Unsere Erkenntnisse auf zellphysioloischer Ebene als auch klinische Zusammenhänge spiegeln sich dabei in umfangreichen Publikationen in internationalen Fachzeitschriften und peer-reviewed jounals sowie in zahlreichen Konferenzbeiträgen wieder.

Arbeitsgruppe

  • PD. Dr. med. U. Sommer
  • Dr. med. R. Birk

Kooperationspartner

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