Manuelle Medizin

Über ein Drittel aller Patienten in einer HNO-Praxis leiden unter Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) ausgelöst oder verstärkt werden. Beim „funktionellen Defizit“ wie auch bei den Muskelverspannungen handelt es sich um reversible Störungen, die durch Manualtherapie erfolgreich behandelt werden können, wie z.B. durch osteopathische Techniken und die Atlas-Impuls-Therapie nach ARLEN. Typische Beschwerdebilder wie Kopfschmerzen, Schwindelberschwerden, geringgradige Schwerhörigkeiten, unklare Ohrschmerzen oder auch Tinnitus sowie Missempfindungen im Hals, Räusperzwang, Schluckstörungen oder Stimmtörungen mit Heiserkeit können in bestimmten Fällen auf ein funktionelles Defizit der HWS zurückgeführt werden und damit manualtherapeutisch behandelt werden. Erst in den letzten Jahren werden zunehmend die Zusammenhänge zwischen den Kiefergelenksstörungen und den Kopfgelenksstörungen erforscht. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die Anpassung einer Aufbissschiene (z.B. beim Knirschen) erst nach einer HWS-Behandlung erfolgreich durchgeführt werden kann. Prof. Dr.med M. Hülse etablierte langjährig manualtherapeutische und osteopathische Techniken, welche durch Frau Dr.med. Ines Repik erfolgreich weitergeführt werden. .

Die Untersuchung der vertebragenen Störungen erfolgt im Zentrum für Neurootologie der Universitäts-HNO-Klinik. Termine können über die  der Klinik vereinbart werden. Da diese Ambulanz allerdings keine Kassenzulassung für Manualtherapie hat, kann die Manualtherapie an der Universitäts-HNO-Klinik Mannheim kann nur privatärztlich erfolgen.