Keloidsprechstunde

Die Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Narbenwucherungen, so genannte Keloide, am Ohr dauerhaft erfolgreich behandelt werden können. Bei der multimodalen Behandlungsmethode kommt im Anschluss an die chirurgische Entfernung des Keloids und lokale Injektion von Kortikosteroiden ein neu entwickeltes Keloid-Kompressionssystem zum Einsatz, welches in enger Kooperation mit unserem Epithetiker (Brom Epithetik, Heidelberg) klinisch entwickelt und optimiert wurde. Der Einsatz dieses neu entwickelten Kompressionssystems für am Ohr befindliche Keloide führt zu einer Glättung und Abblassen der Narbe. Die dabei verwendeten Kompressionsschienen werden individuell angepasst, indem sie von der Ohrmuschel abgeformt werden. Sie ermöglichen eine hochpräzise Therapie, indem sie auf ein zehntel Millimeter genau Druck auf das Narbengewebe ausüben und somit die Neubildung des Bindegewebes minimieren.

Wenn Sie unter Keloiden im Gesichtsbereich leiden, können Sie einen  in unserer Keloidsprechstunde vereinbaren, die von Herrn Dr. med. Daniel Häussler an unserem Diagnose- und Therapiezentrum angeboten wird. Es handelt sich um ein  innovatives Therapiekonzept bestehend aus chirurgischer Entfernung, lokaler Cortison- und Kompressionstherapie.

Darüber hinaus sind wir als Zentrum für seltene otorhinolaryngologische Tumoren in der Datenbank Orphanet gelistet. Orphanet ist ein EU-gefördertes Projekt, das seit 1997 als europäische Online-Datenbank über alle Aspekte der seltenen Krankheiten informiert.

Es handelt sich bei der Behandlung um eine IGeL Leistung und wird nicht durch die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt.

Links und Artikel

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